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Gedächtnistraining

Etwas zu vergessen, beunruhigt Menschen im jungen Alter kaum. Menschen im hohen Alter hingegen machen sich schnell Gedanken darüber, dass mit ihrem Gehirn irgendetwas nicht stimmt.

 

Dafür gibt es, solange keine krankheits- bzw. unfallbedingten Schädigungen des Gehirns vorliegen, aber keinen Grund. Um das zu veranschaulichen, nachfolgend einige Informationen zur Arbeitsweise unseres Gehirns und zum Entstehen unseres Gedächtnisses.

 

Durch das Zusammenspiel verschiedener Areale in unserem Gehirn, die durch Nervenzellen und Synapsen miteinander verbunden sind, entsteht das Gedächtnis. Genauer gesagt das explizite Gedächtnis, in dem unter anderem Tatsachen, Ereignisse, Zahlen, Wörter, Begriffe und Geschichten, die bewusst wiedergegeben werden können, abgelegt werden.

 

Das Gedächtnis in seiner Gesamtheit entwickelt sich durch einen permanent ablaufenden dreistufigen Prozess von Geburt an - durch Aufnehmen, Abrufen und Speichern von Informationen. Dieser Prozess ist in seinen Grundzügen im Alter von ca. 5 Jahren abgeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt hat das Gehirn die Fähigkeit entwickelt, selbständig nützliche von nicht nützlichen Informationen für die weitere Persönlichkeitsentwicklung zu unterscheiden.

Das Ultrakurzzeitgedächtnis nimmt hauptsächlich über Augen und Ohren eingehenden Informationen auf und filtert die als nützlich betrachteten Informationen heraus. Nur diese werden für wenige Sekunden gespeichert, um damit arbeiten zu können. Der größte Teil der aufgenommenen Information wird sofort wieder gelöscht. Dafür ist hauptsächlich das Stirnhirn (präfrontaler Kortex) zuständig.

 

Das Kurzzeitgedächtnis, im Hippocampus und den angrenzenden Kortexarealen im Schläfenlappen gelegen, speichert neue Informationen für einige Stunden. Durch automatischen Vergleich der neuen bzw. bearbeiteten Informationen mit den im Langzeitgedächtnis bereits vorliegenden Gedächtnisinhalten, werden im Bedarfsfall nach Kriterien der Nützlichkeit durch Integration zusätzlicher Informationen neue modifizierte Gedächtnisinhalte gebildet und in das Langzeitgedächtnis überführt.

 

Das Langzeitgedächtnis durchzieht die gesamte Großhirnrinde (Kortex). Hier werden Gedächtnisinhalte in verschlüsselter Form, d.h. mit Assoziationen versehen, hinterlegt und können für Wochen bis Jahre und sogar lebenslang abgespeichert werden. Auf lange Sicht werden im Langzeitgedächtnis aber nur Informationen behalten, die immer wieder abgerufen werden und damit wiederholt als wichtig bzw. nützlich markiert werden. Alles andere wird als Überflüssiges einfach vergessen.

An der Tatsache, dass im Laufe des natürlichen Alterungsprozesses die Leistung des Gehirns und damit die des Gedächtnisses abnimmt, kommt keiner vorbei.

 

Unter Berücksichtigung des Wissens über die Arbeitsweise des Gehirns ist es aber möglich gegenzusteuern und die Leistung des Gedächtnisses durch gezieltes Training des Kurz- und Langzeitgedächtnisses jederzeit wieder zu verbessern.

 

Nachfolgend einige Tipps zur Stärkung der Leistungen des Gedächtnisses:

 

  • Nehmen Sie Ihre Umwelt bewusst war und setzen sich mit ihr aktiv auseinander, ganz gleich ob Sie dafür Spaziergänge, die tägliche Zeitungslektüre, Radio- oder Fernsehsendungen, Gespräche mit Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten oder das Lesen von Zeitungen, Zeitschriften oder Büchern nutzen.
  • Entwickeln Sei weiterhin eigene Ideen und verwirklichen diese,  anstatt nur passiver Konsument zu sein.
  • Lernen Sie auch im Alter Neues und erweitern Ihren Wissensschatz durch aktive Beschäftigung mit Ihren speziellen Hobbies, z.B. Computer, Internet, Photographie oder Fremdsprachen.
  • Die Beschäftigung mit Rätseln aller Art, Soduko und Gehirnjogging-Aufgaben, die Sie u.a. im Internet finden können, sind weitere Bausteine für das Gedächtnistraining.

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zur Verfügung gestellt wurde. In ihm finden Sie mehr zu dieser interessanten Problematik, u.a. auch spezielle Übungsaufgaben.

 

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