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Grundlagen der Datensicherung

Trotz aller Vorsicht kann es zu teilweisen bzw. kompletten Datenverlusten kommen. Häufige Ursachen dafür sind u.a. versehentliches Überschreiben bzw. Löschen von Dateien, Computerviren und -würmer, fehlerhafte Installationen von Software bzw. Updates, die im Extremfall zum Ausfall des Betriebssystems sowie Hardware-Schäden, z.B. Ausfall der Festplatte führen können.

 

Ein nicht mehr startender Computer lässt sich in den meisten Fällen durch erneute Installation des Betriebssystems und der bisher verwendeten Software, die meist auf DVD's bzw. CD's vorhanden ist, wieder zum Laufen bringen. Das ist aber ein sehr zeitaufwendiges Unterfangen, zumal dann auch alle Benutzereinstellungen wieder neu eingerichtet werden müssen.

 

Bei Computerausfällen besteht eine erhebliche Gefahr für Ihre persönlichen Dateien, wie z.B. Fotos und Videos, dass diese unwiederbringlich verloren gehen. Dabei ist es gar nicht so kompliziert, ein Backup der eigenen Dateien zu machen, aber es wird oft vergessen oder als unwichtig erachtet.

 

Datenverluste können durch regelmässige,

periodische Datensicherungen vermieden werden!!!

 

Nachfolgend informieren wir Sie darüber, wie die Sicherung persönlicher Daten bzw. des Betriebssystems durch den Einsatz geeigneter Hard- und Software relativ einfach möglich ist und welche Grundsätze Sie bei der Datensicherung berücksichtigen sollten.

1. Sicherung Ihrer persönlichen Daten

Bei persönlichen Daten handelt es sich um Dateien, die Sie, in welcher Form auch immer, selbst erstellt haben, z.B. Office-Dateien, Photos und Videos, die im Normalfall im Windows Explorer im Verzeichnis "Eigene Dateien" abgelegt werden. Solche Dateien können in der ursprünglichen Form kopiert und gesichert werden. Sie stehen im Bedarfsfall dann sofort ohne weitere Bearbeitung zur Verfügung und können prinzipiell auch auf jedem anderen Computer genutzt werden.

 

Für das Kopieren derartiger Dateien und verschieben auf ein anderes Medium gibt es zum z.B. folgende Software Total Commander Version 8.52a und Commander Win 2008. Solche Programme haben aber den Nachteil, dass sie manuell ausgeführt werden müssen.

 

Deshalb empfehlen wir Ihnen für die Sicherung von persönlichen Daten das Programm PureSync - ein vielseitiger Synchronisations- und Backup-Profi.  PureSync ist für private Anwender kostenlos. In diesem Programm kann man persönliche Einstellungen vornehmen, welche Dateien wohin kopiert werden sollen. Diese Einstellungen werden gespeichert und beim nächsten Aufruf des Programms kann schnell ein entsprechendes Backup durchgeführt werden.

 

Weitere ausführlichere Informationen zu dem Programm PureSync und dessen Einstellungen erhalten Sie auf der Seite Sicherung persönlicher Daten.

2. Sicherung des Betriebssystems und der installierten Software

Die Sicherung des Betriebssystems einschließlich der installierten Software auf der Festplatte C: kann man nicht nach dem Prinzip Kopieren und Einfügen bzw. Verschieben aller dort befindlichen Dateien an anderer Stelle erreichen, da die genau definierten Stellen der Dateien auf der Festplatte, die für ein einwandfreies Funktionieren des Computers notwendig sind, damit nicht erfasst werden können.

 

Nach Wiedereinfügen derart kopierter Dateien auf der Festplatte C: würde es außerdem zu ernsthaften Konflikten mit den sich dort immer noch befindlichen Daten kommen, womit ein Start des Betriebssystems und damit des Computers nicht mehr möglich wäre. 

 

Die einzige Möglichkeit zur Sicherung des Betriebssystems und der installierten Software besteht darin, ein 1:1 Abbild (Image) der Festplatte C: zu erstellen. Bei der Erstellung des Image werden alle notwendigen Dateien, deren Struktur sowie alle persönlichen Einstellungen gesichert.

 

Ein solches Image kann nach einem Datenverlust genutzt werden, um alle notwendigen Daten exakt wiederherzustellen. Nach ca. 20 bis 40 Minuten ist das Betriebssystem und die bisher verwendete Software dann ohne jede weitere Anpassung wieder voll einsatzfähig. Die Wiederherstellungszeit variiert in Abhängigkeit von der Grösse des Image. Ein Image ist außerdem sehr praktisch, wenn man seine alte Festplatte gegen eine grössere wechseln möchte.

 

Zur Erstellung eines Image zur Wiederherstellung der vollen Funktionsfähigkeit des Computers wird ein spezielles Softwareprogramm, ein sogenanntes Backup-Programm, benötigt. Über den Suchbegriff "Backup-Software" finden Sie ein solches Programm, z.B. Norton Ghost, Acronis True Image, Personal Backup oder Langmeier Backup, im Internet.

 

Wir empfehlen dafür die Software Paragon Festplatten Manager Suite, mit der auch die Erstellung einer Rettungs-CD ohne Probleme möglich ist.  Mit der Rettungs-CD erhalten Sie für Rettungszwecke über ein dort gesichertes System Zugriff auf Ihre Festplatte, das unabhängig von Ihrem ursprünglichen Betriebssystem startet. von. Mit einer zuvor erstellten Imagedatei des Betriebssystems und der installierten Software kann die Betriebsfähigkeit des Computers dann sehr schnell wieder hergestellt werden.

 

Auf der Seite Sicherung des Systems finden Sie weitere Detailinformationen zu dieser Software und eine dazugehörige Schritt für Schritt - Anleitung.

3. Grundsätze der Datensicherung

Erste Grundsatz

Datensicherung auf einem externen Medium

 

Die Datensicherung wird vorzugsweise auf einer externen Festplatte mit USB-Anschluss durchgeführt, die einfach an das zu sichernde System angeschlossen und entfernt werden kann. Damit sind alle Daten sowohl auf dem Computer als auch auf einem externen Medium, das separat aufbewahrt werden kann, vorhanden und können im Bedarfsfall unkompliziert und vor allem schnell wieder hergestellt werden.

 

Durch die rasante Entwicklung der Speicherkapaziät von USB-Sticks kann als externes Medium in Abhängigkeit der Größe der installierten Software bzw. der Menge der zu speichernden persönlichen Daten durchaus auch ein USB-Stick mit ausreichender Kapazität Verwendung finden.

 

Sollten Sie über ein CD/DVD-Laufwerk mit Brennfunktion verfügen, dann können Sie die wichtigsten persönlichen Daten auch auf mehreren CD/DVD's sichern.

 

 

Zweiter Grundsatz

Prüfung der Datensicherung auf Vollständigkeit und Integrität der Daten

 

Überprüfen Sie, ob Ihre Daten vollständig und fehlerfrei gesichert wurden und auf diese problemlos zugegriffen werden kann. Bei Image-Dateien ist die Prüfung der gesicherten Datei und deren Integrität in der Regel durch ein Unterprogramm der verwendeten Software möglich. Bei persönlichen Dateien, die nicht als Image-Dateien gesichert wurden, kann man Dateien bei angeschlossenem Medium aufrufen und auf Funktionalität und Vollständigkeit prüfen.

 

 

Dritter Grundsatz

Sicherung der Wiederherstellbarkeit der Daten

 

Dazu sollten Sie über ein entsprechendes Programm verfügen, das idealerweise auch unabhängig von Ihrem Betriebssystem von einer CD gestartet werden kann. Letzteres ist insbesondere dann wichtig, wenn das Betriebssystem beschädigt wurde und Ihr Computer nicht mehr startet.

 

Die meisten Programme zur Erstellung eines Images bieten die Möglichkeit, ein spezielles Pogramm auf einer Wiederherstellungs-CD bzw. Reparatur-CD zu speichern, damit das Wiederherstellungsprogramm direkt von der CD gestartet werden kann. Eine solche CD kann man logischerweise nur auf einem funktionierenden Computer anfertigen, deshalb sollten Sie es keinesfalls versäumen, die Wiederherstellungs-CD bzw. Reparatur-CD rechtzeitig zu erstellen, damit sie im Bedarfsfall dann auch zur Verfügung steht.

 

 

Vierter Grundsatz

Trennung von Programmdateien und persönlichen Daten

 

Festplatten sind Datenspeicher, auf denen riesige Datenmengen gespeichert werden können. Die tatsächliche Datenmenge, die gespeichert werden kann, wird durch die Grösse der Festplatte bestimmt. Im Originalzustand verfügt ein Computer in der Regel nur über eine unstrukturierte Festplatte mit einem Laufwerk C:, auf dem alle Dateien gespeichert werden.

 

Für einen schnellen Zugriff auf die umfangreichen Daten wird die Verwendung einer strukturierten (partitionierten) Festplatte, d.h. Aufteilung der Festplatte in unterschiedliche Laufwerke, empfohlen. Die Aufteilung (partition) der Festplatte ist mittels einer speziellen Software, einem sogenannten Partitionierungswerkzeug (partition tool) möglich.

 

Mit einem Partitionierungswerkzeug kann eine Aufteilung z.B. wie folgt vorgenommen werden: Laufwerk C: für alle Programmdateien (Betriebssystem und installierte Softwareprogramme) und Laufwerk D: für alle persönlichen Daten.

 

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