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Hinweise zum Computerkauf

Wer sich heute einen neuen Computer kaufen will, wird bei der Vielfalt der auf dem Markt angebotenen Computertechnik früher oder später mit der Frage konfrontiert:

 

Welchen Computer brauche ich eigentlich, um heutige und zukünftige Arbeiten zu meiner vollen Zufriedenheit erledigen zu können.

 

Die Entscheidung, ob es ein Desktop PC, ein Notebook, Netbook oder Tablet sein soll, wird in erster Linie durch den persönlichen Verwendungszweck des Computers bestimmt,  deshalb kann man keine generelle Empfehlung geben.

 

Das Wissen um die wichtigsten Vor- und Nachteile der einzelnen Computertypen, auf die wir nachfolgend etwas näher eingehen werden, kann deshalb nur eine gewisse Entscheidungshilfe darstellen.

Desktop PC

 

Vorteile

  • Bei vergleichbarer technischer Ausstattung kostengünstiger und leistungsfähiger als Notebooks.  
  • Durch den separaten Bildschirm können Qualität und Größe besser an individuelle Anforderungen angepasst werden.
  • Eine umfangreiche und ergonomisch gut gestaltete Tastatur bereitet auch bei längerer Arbeit am PC kaum Probleme.
  • Reichlich Anschlussmöglichkeiten für periphere Geräte.
  • Das Gehäuse eines Desktop-PC’s lässt sich einfach öffnen und bietet einen guten Zugriff auf die einzelnen Komponenten. Damit ist der Austausch defekter bzw. die Nachrüstung weiterer Komponenten zur Anpassung an gestiegene Ansprüche problemlos möglich.
  • Eigene Reparatur relativ einfach bzw. Reparaturkosten gering.

 

Nachteile

  • Großer Platzbedarf, meist verbunden mit Kabelgewirr.
  • Gewicht, Größe und ständige Verbindung zur Stromquelle schränken Mobilität ein.
  • Hoher Energiebedarf, verursacht durch Verwendung wenig energieeffizienter Bauteile und Betrieb des zusätzlichen Bildschirms.
  • WLAN ist keine Standardausstattung und muss im Bedarfsfall nachgerüstet werden.

Notebook und Netbook

 

Vorteile

  • Durch kompakte Bauweise geringer Platzbedarf und verglichen zum Desktop Computer deutlich niedrigeres Gewicht (1.2 bis 3.2 kg), dadurch sehr mobil und überall sofort einsetzbar.
  • Zur Standardausstattung gehören ausreichender Speicherplatz (Festplatten mit 160 bis 1.000 GB), kabelloser Netzwerkzugang (WLAN) und bei Notebooks meist auch DVD-Brenner.  In Netbooks gibt es für einen DVD-Brenner keinen Platz.
  • Geringer Energiebedarf. Durch eingebauten Akku zwischen 2 und 6 Stunden stromnetzunabhängiger Betrieb möglich.
  • Ausreichende Anschlussmöglichkeiten für periphere Geräte.

 

Nachteile

  • Bei Notebooks im unteren Preissegment oft geringe Anschlussmöglichkeiten für periphere Geräte. Nur relativ teure Notebooks bieten umfangreiche Möglichkeiten.
  • Kaum Erweiterungsmöglichkeiten für Hardware.
  • Kleinere Tastatur, die oft nicht ergonomisch gestaltet ist (besonders bei Netbooks), dadurch wird längerere Arbeit am Computer recht unbequem.
  • Bei rechenintensiven Aufgaben erzeugen viele Notebooks  ein deutlich hörbares Lüfterrauschen, das sich als störend erweisen kann.
  • Eigene Reparaturmöglichkeiten kaum gegeben, d. h. hohe Reparaturkosten in Fachwerkstätten.

 

Tablet

(Bild: Tablet im Vergleich zum Notebook)

 

Vorteile

  • Durch sehr kompakte Bauweise geringes Gewicht sowie durch WiFi- und G3/LTE (G4) Mobilfunkverbindungen nahezu uneingeschränkte Mobilität. Achtung: G3/LTE (G4) sollten nur mit einen passenden Datenvertrag mit einer Daten-Flatrate genutzt werden, um unnötige Kosten zu vermeiden!
  • Integrierte Hard- und Software sowie vorinstallierte Apps machen das Tablet zum idealen Multimediagerät, das über einen berührungsempfindlichen Bildschirm intuitiv gesteuert wird.
  • Eine Vielzahl verfügbarer Apps - oft kostenlos -  können unkompliziert installiert werden und ermöglichen eine sehr gute Anpassung an individuelle Bedürfnisse.
  • Die Leistung des integrierten Akkus ist mit 4 bis 8 Stunden Laufzeit beachtlich.
  • Keine störenden Betriebsgeräuschen, die meisten Tablet-PC's arbeiten lautlos.

 

Nachteile

  • Tablets verzichten gänzlich auf eine separate Tastatur. Das Schreiben von Texten erfolgt über ein im Display eingeblendete Bildschirm-Tastatur und ist damit recht mühsam.  
  • Geringe Speicherkapazität des internen Speichers, der teilweise durch das Betriebssystem genutzt wird. Deshalb sollten Anwender, die eine größere Speicherkapazität benötigen unbedingt darauf achten, das eine Aufrüstung per SD-Card auf 32GB bzw. noch besser auf 64GB möglich ist.
  • Es gibt kaum Anschlüsse, z. B. USB-Anschlüsse, zur Nutzung externer Geräte.
  • Das Display von Tablets ist ungeschützt und sollte deshalb von Beginn an mit einer geeigneten Schutzhülle verwendet werden.
  • Bei defekten Bauteilen aus Kostengründen kaum Reparaturmöglichkeiten, da hilft in der Regel nur eine Neuanschaffung.

Wenn Sie sehr viel mit Bildverarbeitungs- sowie Videoschnittprogrammen oder aber auch oft mit Textverarbeitungs- und Kalkulationsprogrammen arbeiten, werden Sie die Vorteile eines Desktop PC schätzen. Für den Desktop PC spricht ausserdem der Umstand, dass sich dieser relativ unkompliziert aufrüsten und damit an gestiegene Anforderungen anpassen lässt. Beim Notebook hingegen ist dies nur eingeschränkt möglich. Da Notebooks in der Regel nach ca. 3 Jahren technisch veraltet sind, ist eine Anpassung an gestiegene Anforderungen dann nur durch einen Neukauf möglich.

 

Für das Surfen im Internet, das Versenden und den Empfang von E-Mails und gelegentliches Arbeiten mit Bildverarbeitungs-, Textverarbeitungs- und Kalkulationsprogrammen ist das Notebook wahrscheinlich aufgrund der hohen Mobilität die erste Wahl.

 

Soll der Computer hauptsächlich für die Nutzung multimedialer Anwendungen, das Surfen im Internet sowie das Versenden und den Empfang von E-Mails genutzt werden, erfreuen sich Tablets mit einer Displaygröße von 7 bis 10,1 Zoll. (17,8cm bis 25,7cm) aufgrund der hohen Mobilität  bei Anwendern zunehmender Beliebtheit.

 

Wenn Sie die Frage, welcher Computer es sein soll, prinzipiell entschieden haben, sollten Sie sich fachmännischen Rat einholen, was die technische Ausstattung Ihres Computers angeht, um den für Ihren Anwendungszweck optimalen Computer mit einem ordentlichen Preis-Leistungs-Verhältnis endgültig auszuwählen.

 

Für fachmännischen Rat bietet sich ein ortsansässiger Computerhändler an, der Sie persönlich und verständlich berät und dabei spezifisch auf Ihre Wünsche eingeht. Damit ist in der Regel auch Unterstützung bei der Erstinbetriebnahme möglich. Mit Ihrem Computerhändler haben Sie dann auch für später einen konkreten Ansprechpartner für technische und Servicefragen.

 

Fachmännische Beratung erhalten Sie auch in Fachmärkten wie z. B. Electronic Partner, Euronics, Expert, Mediamarkt, Medi Max, PC-Spezialist, Saturn und Telekom-Shop. Die Beratung in den Fachmärkten variiert von Standort zu Standort und hängt im Wesentlichen von der Person des Fachberaters ab. Wenn dieser nur so mit „Computerfachchinesisch“ und technischen Parametern um sich wirft, ohne auf Ihre persönliche Wünsche einzugehen, dann ist Vorsicht geboten. Es könnte sein, dass Ihre Unwissenheit ausgenutzt wird, Ihnen irgendein „Schnäppchen“ zu verkaufen, was für Ihre Bedürfnisse nur bedingt geeignet ist.

 

PC-Sonderangebote der Discounter wie Aldi, Plus, Lidl sind zwar preislich recht günstig, wenn man die üppige Ausstattung der Geräte berücksichtigt, sind aber für Ihre speziellen Anforderungen wahrscheinlich insgesamt zu teuer. Es besteht die Gefahr, dass Sie viel Geld für Leistungen ausgeben, die Sie gar nicht benötigen.

Hinweis

Beraten Sie sich vor dem Kauf eines Computers einmal mit Freunden und Bekannten oder Ihren Kindern, die über Computerkenntnisse und ausreichende praktische Erfahrungen verfügen, welchen Computer sie empfehlen würden. Das hilft Kosten zu sparen und vermeidet Ärger durch Fehlkäufe.

Eine weitere Möglichkeit, sich über die auf dem Markt angebotenen Computer zu informieren, besteht darin, einen der vielen im Internet angebotenen Onlineshops zu besuchen. Unter Links bieten wir Ihnen dazu eine kleine Auswahl.

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